Stoffwechsel

Für mehr gelebte Mitmenschlichkeit: Die Seebrücke Fürth zu den Mittelmeermonologen

Wortgetreues und Wortwörtliches Theater: Das verspricht der Autor und Theatermacher Michael Ruf. Mit seinem neuen Stück, den Mittelmeermonologen, kommt er nun nach Fürth.

 

 

 

Am Samstag, den 19.09.2020, hat die Crew der Alan Kurdi auf dem Mittelmeer 133 Menschen aus Seenot gerettet. Aktuell befindet sich das Rettungsschiff der Sea-Eye vor Lampedusa; die Genehmigung, in einem Hafen einlaufen zu dürfen, haben die Seenotretter noch nicht erhalten.

Eigentlich sind Nachrichten wie diese fast schon nichts besonderes mehr. Sie ploppen zwar ein bisschen vereinzelter in unserem Nachrichtenfeed auf als noch vor einiger Zeit. Aber wirklich überraschen dürften sie wohl niemanden mehr, sie scheinen Teil unseres Alltags geworden zu sein.

133 Menschen sind aber nicht nur eine abstrakte Zahl, an der wir kurz beim Durchscrollen hängen bleiben. Sie sind nicht „Alltag“. Sie haben eine Vergangenheit. Eine Gegenwart. Hoffnungen. Sie haben eine Geschichte zu erzählen, ihre Geschichte.

Michael Ruf ist Theatermacher und Autor und hat zugehört. Manchmal haben die Interviews mit Menschen, die über das Mittelmeer geflüchtet sind, Stunden gedauert, manchmal Tage. Aus diesen Gesprächen hat Michael Ruf schließlich die Mittelmeermonologe gemacht und gibt den Geflüchteten und ihren Geschichten gemeinsam mit seinem Team Wort und Herzschlag eine Bühne.

Am Donnerstag werden die Mittelmeermonologe auch im KuFo zu erleben sein. Die Seebrücke Fürth hat das gemeinsam mit dem Kulturforum organisiert. Eva Brütting und Fritz Wittig sind seit Anfang an bei der Seebrücke mit dabei und haben mit Bernadette Rauscher über diesen Theaterabend gesprochen.

Zunächst vor allem darüber, wie die Kooperation der Fürther Seebrücke mit dem Team rund um Michael Ruf eigentlich entstanden ist.

 
AutorIn: Bernadette Rauscher | Format: MPEG-1 Layer 3 | Dauer: 13:25 Minuten

Das Stück von Michael Ruf wird vom Ensemble Wort und Herzschlag am Donnerstag, den 24.09. um 19.30 Uhr im Kulturforum in Fürth zu erleben sein. Der Eintritt beläuft sich jetzt im VVK noch auf 10 Euro, ermäßigt sind es sechs Euro. Weitere Informationen zur Aufführung findet ihr unter www.kulturforum.fuerth.de, und zur Seebrücke unter www.seebruecke.org. Wer Interesse hat, selbst einmal bei der Seebrücke vorbei zu schauen und Teil der Organisation zu werden, der kann eine Mail schreiben an: seebrueckefuerth@gmx.de.

 

Dein Kommentar

Email:
BesucherInnen-Kommentare